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Zahl der Zwetschgen- und Pflaumenbäume besitzt, daß in sehrgünstigen Jahren 12 —1500 Ztr. Zwetschgen ausgeführt werden.
Wo die Zwetschgen also gedeihliche Yerhältnisse finden,wäre eine Vermehrung dieser Fruchtbaumart sehr angezeigt,zumal solche nicht nur zum Brennen verwendet, sondern auchwegen ihres festen Fleisches für den inländischen Markt Ab-nehmer finden. Da die Zwetschgenbäume ein rasches Wachs-tum haben, hingegen nicht sehr alt werden, so werden solchemit Vutzen als Zwischenpflanzung in Kernobstanlagen ver-wendet. Von der Verwertung der Zwetschgen als Dörrfruchtmuß entschieden abgeraten werden, da wir mit den Früchtender Balkanländer punkto billigen Preis nicht konkurrierenkönnen.
Außer der gewöhnlichen, deutschen Hauszioeischge wirdauch die italienische (welsche) und Fellenberg zwetschge ausbeinahe 100 Ortsgemeinden gemeldet. Auch diese liefert inmanchen Jahren recht erhebliche Erträge, kann den Trans-port gut aushalten und erzielt höhere Preise als die Haus-zwetschge.
Von neueren Sorten wird Anna. Späth 6 mal genannt,die Bilhler Frühzwetschge 13 mal; letztere einmal mit demZusatze „sehr lohnend“, aber nach anderen Berichten zu weichfür den Markt; die fr Ulm Basler zwetschge 2 mal. Alle drei Sortentragen unter günstigen Verhältnissen sehr reichlich, werdenaber nicht überall gerühmt. Die Baslerin zeitigt Früchteungefähr 10 Tage früher als unsere Hauszwetschge und sindsolche auch nicht größer als die der letztem. WangenheimsFrühzwetschge wird einmal erwähnt.
Für Zwetschgen ist feuchter Boden unerläßlich, sonst ge-deihen sie in jedem Boden des Kantons, und es konnte keineVorliebe für die eine oder andere Bodenart oder geologischeFormation fostgestellt werden.
Pflaumen
können weder als Dörrfrucht, noch als ergiebiges Brennobstund nur in den festfleischigsten Sorten als Marktfrucht Ver-wendung finden und werden in der Tat auch nicht sehr häufigangebaut, meist nur in den Gärten in der Nähe der Häuser