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Die Obstsorten im Thurgau im Jahre 1903 : : den thurgauischen Obstbauern gewidmet im Auftrage der Thurg. Naturforschenden Gesellschaft / / von F. Schwyzer-Reber
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Guntershauser, Sülbirne, Rieterliolzbirne, Hubacher, Isatzecker,Götighofer etc.

Mit diesen Sorteneigenschaften in Verbindung stellt, daßdie Handelsbaumschulen solche Sorten nicht mehr vermehren,und wenn später keine triebfähigen Bäume mehr vorhanden,mangels an Reisern, dieselben nicht mehr vermehren können.

Die Birnsorten sind auch aus dem Grunde gegenüberden Aepfeln häufiger im Abgang, weil die Aepfel durch-schnittlich früher und reichlicher tragen.

b. Seltener wird eine Sorte verlassen wegen zu früherTragbarkeit, welcher dann Erschöpfung folgt, wenn nicht beiZeiten eine Verjüngung ausgeführt wird. Solche Sorten sindim ganzen nicht beliebt; sie geben „keine Bäume“, wie mansagt. Diverse Reinetten, Goldparmäne, zum Teil auch Wald-liöfler, Martisholzapfel. Eine Verjüngung, so lange der Baumnicht allzu erschöpft ist, wäre in solchen Fällen am Platze.

c. Auch die Eigenschaft der Sorte, im Blühen heikel zusein, was freilich auch mit veränderten WitterungsVerhält-nissen in Verbindung stehen kann, ist hin und wieder die Ur-sache, daß eine Sorte aufgegeben wird. Diese Klage wurdevielfach geäußert mit Bezug auf die viel verbreitete Gunters-hauserbirne. Die Bäume erfreuen die Menschenkinder mitherrlichem Blütenschmuck; der Besitzer aber jammert übereine kärgliche Ernte. — Auch der Mangel an Widerstands-fähigkeit gegen klimatisch ungünstige Verhältnisse ist oft Ur-sache des Abgehens einer Sorte.

d. Wieder andere Sorten sind mit Recht in Ungnadegefallen, weil sie gehaltlose oder nicht haltbare Früchte geben,wie Normandinerapfel und Roßbirne, oder weil solche nichtmehr genügenden Absatz finden, so auch viele süße Sorten.

e. Am meisten Einfluß in dieser Beziehung übt die Ex-portfähigkeit einer Sorte aus. Obstsorten, die zu klein oderzu weich sind, nimmt nicht nur der eigentliche Export nachdem Auslande nicht auf, sondern auch der Verkehr im Innernverschmäht dieselben meist. Birnsorten, die allzuraseh teigwerden, sind nie Handelsware geworden, wie auch die süß-lichen Sorten nicht, und dienen solche nur im lokalen Absatzoder Hausgebrauch. Auch die Frühsorten schwinden wegengeringerem Absatz und Exportfähigkeit.