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Zur Erinnerung an den eidg. Grenzbesetzungs-Dienst des Thurgauer-Bataillons No. 49 (Guhl) vom 18./19. Januar bis 11. März 1871 während des deutsch-französischen Krieges von 1870/71 und an den Occupations-Dienst in Zürich vom 12. bis 15. März 1871
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Dienst und Erlebnisse

Eidgen. Grenzbesetzung.

Von (1er Kriegserklärung Frankreichs an Deutschland am 15. Juli1870, diesem Blitz aus heiterem Himmel, erhielten wir Kunde, als wir inDiessenhofen vom 10. bis 17. Juli unseren Bataillons-Wiederholungskursbestanden.

Von da an standen an den bedrohten (irenzen unseres Vaterlandesgrössere und kleinere Truppenmassen, einander ablösend, so zu Anfangdas Thurgauer Bataillon 7 (Osterwalder) und die Thurg. Batterie 20.

Ernstere Besorgnisse schwanden indessen nach und nach in dem Masse,als die kriegführenden Armeen entferntere Stellungen einnahmen, dannaber, fast plötzlich, nämlich im Januar 1871, als die neugebildete fran-zösische Ostarmee unter General Bourbaki vielorts geschlagen, hartbedrängt und Schutz suchend sich in Eilmärschen der Schweizergrenzenäherte, wurde die Lage für unser Land wieder eine sehr ernste undgefahrdrohende, und Truppen, von heute auf morgen aufgeboten, eiltenvon neuem an die Westgrenze.

Das Thurg. Bataillon 14 (Nagel), am 15. Januar aufgeboten und am16. in Frauenfeld besammelt, stand am 17. in Basel.

Aufgebot für unser Bataillon den 17. Januar, BesammlungMittwoch, 18. Jan. in der Kaserne Frauenfeld. Nach BeeidigungDonnerstag, 19. Jan. 10 Uhr im Kasernenhof durch Herrn RegierungsratBraun erfolgte um 12 Uhr die Abfahrt mit Extra-zug bei dichtem Schneegestöber nach Basel. An-kunft bei Nacht. Bezug der Kaserne Klingenthal.

Wir standen unter Oberbefehl von General Herzog (Generalstabs-chef : eidgen. Oberst Paravicini), gehörten zur V. Division und bildetenmit den Infanterie-Bataillonen Nr. 17 (Aargau) und 34 (Zürich) und einerAmbulance die 14. Infanterie-Brigade.