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Andachts-Buch für Erbauung suchende Christen ohne Unterschied der Religion und ihrer Bekenntnisse zur Feyer der Charwoche
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>Lrste Betrachtung.

steil und zuversichtlichsten Zutrauen ihn zu vereh-ren und sich seiner Vaterliebe, seiner Treue, seinerHuld und seiner innigsten Gemeinschaft versichertzu halten. Ja noch mehr: er nannte Gott öffent-lich seinen Varer, ob er gleich vorn hohen Rathedarüber zum Tode war verurtheilt worden, daßer sich zu Gottes Sohn gemacht habe und ob erwohl vorher sahe, daß er darüber von seinenFeinden in seinen peinlichsten Schmerzen aufs an-züglichste würde verspottet werden. So blieb sichunser hochgelobte Heiland immer selbst gleich,immer der treue und standhafte Zeuge der Wahr-heit , immer voll Liebe zu Gott, immer fest undunbeweglich in seinem Vertrauen auf ihn, immerso gesinnt, wie es ihm als dem eingebornen Sohnevorn Vater geziemete, immer seinem himmlischenVater treu. Gerade so nun müssen wir inTrübsal, Jammer und Noth auch qesinnet seyn.Gott lasse es uns manchmal in der Welt noch sohart gehen, dennoch müssen wir unsere Ergeben-heit und unser Vertrauen auf ihn nicht wegwer-fen, mit unserm Herzen nie von ihm weichen, son-dern vielmehr uns, wie Kinder zu ihren liebenAckern, stets zu ihm halten, und wenn uns nurunser Herz nicht verdammt, wenn wir nur ausallen.Kräften in kindlicher Furcht vor ihm wan-deln und fromm sind, uns seiner Vaterhuld, sei-ner zärtlichen Liebe und Treue, und feiner innig-sten Gemeinschaft stets versichern. Menü du michauch todten wolltest, wie du Jesum ans Holzdes Kreuzes und in den bittersten Tod dahin ge-geben haft, so will ich, muß es bey uns heißen,doch auf dich hoffen. Auch bey dein Spotte derWelt, wenn sie noch so höhnisch zu uns spräche:Mo ist nun dein Gott?! muß das unsere Gesin-nung seyn und bleiben; auch bey den scheinbarstenEinwürfen unsers Fleisches und Blutes müssen