66 vierte Betrachtung.
seyn, daß ihm dann alle begangene Sünden um ewn
Jesu Christi willen vergeben seyen, und daß er mm
von Gott nicht werde verstoßen werden, denn Gvt>
eben darum mußte Jesus einige Zeit von ihm stch . Durverlassen glauben, damit wir, die wir Gott ver- kam
lassen hatten, nicht von ihm verlassen würden. Nötl
Aber nicht nur dis , nicht nur zum Siegel und u. d
Pfand, daß uns unsere Sünde auf Buße, Beste- daß
rung und Glauben an Jesum können und wer- unse
den vergeben werden, dienet uns das Klagqeschrey unsr
Jesu am Kreuze; es verschast uns ferner auch tersnoch freudige Zuversicht zu Gott in allen Aenqsten solldund Nöthen; das Recht, so wenig wir es für uns daßverdienen, allen Beystand, allen Trost, atle Un- mich
terstüßung, wie es uns nur gut und selig ist, meu
von Gott zu erwarten. Gott kann und wird uns Mu
nun in keiner Noth verlassen, wenn wir nur in macl
Jesu sind, wenn wir nur in der Ordnung des sestei
Heils mit ihm vereiniget sind. Wir dürfen selbst Vers
rm finstersten Thale kein Unglück fürchten; er und
ist, halten wir uns nur an Jesum, bey uns; in und
keiner Noth dürfen wir verzagen, bleiben wir wer'
nur unverrückt bey ihn;. Mir haben durch ihn unst
Zugang zu aller Gnade Gottes, alle Freudig-keit zum Gnadenftuhle Barmherzigkeit zu em-pfahcn und Gnade zu finden auf die Feit,wenn uns Hülfe Noth seyn wird. Freudigkeitalso auch auf Tod, Grab, Gericht und Ewigkeit,so daß wir im vollen Frieden, ja nicht nur imsüßesten Frieden, sondern auch mit Wonne undJubel den Weg aller Welt betretten und von hin-nen scheiden, vor Gott unsern Richter und vorjenes Gericht, dem man nicht entfliehen kann,tretten können. Frieden haben wir mit Gott,jenen gesammten Frieden, der höher ist dennalle Vernunft, den alle Welt nicht geben kann,der unsere Herzen und Sinnen bewahret zum
ewigen