Band 
Erster Band.
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eyer, Zaubcrruthen, geweihte Eichenzwcige, Alraun-wurzeln» Alle Mittelgöttcr indeß blieben am Endeeiner allgemeinen obersten Gottheit untergeordnet, demAllerhöchsten» Nicht unter Bildern verehrte man ihn,denn unermeßlich ist er; nicht in Tempeln, denn zuunbehilflich ist in der Kmoheit der Völker die Baukunst.

Eigentliche Dogmen erwartet man von dem rohenZeitalter nicht. Je sinnlicher »och die Vorstellung vonden Göttern und von Gott war, desto weniger geistigund moralisch war auch ihr Dienst. Man huldigteihnen durch Aufopferung von Früchten und Thieren,wol auch von Menschen. In die Mysterien einerhöher» Philosophie nahmen die Druiden nur hie undda ein Haupt des Volks auf. Durchgängig hingegenverbreitet war die Lehre von einem zukünftigen Ltben.Ganz versinnlicht und von großer Einwirkung war dieseLehre. Sie verfolgte die Schuldner bis jenseit desGrabes; sie entstammte zum Tode fürS Vaterland, undhielt durch die Schrekniffe des Bannstrales in tiefstemGehorsam.') Dom Wiedersehen jenseit des Grabes warman so fest überzeugt, daß sich beym Absterben desHerrn die Sklaven, beym Absterben des Gönners undFreundes die Clienten freywillig entleibten. Die Götter-lust, die sie erwarteten, bestand in Gastmalen undKampfspiclen. Den

*) Marcellin XV. 9. Soli» XV. Valer. Max. II. S. 10.

Cä,ar IV. L-. Vl. 14.19. Lssa XXXI - XXXV.