weltlichen Fürsten, die Hendincn, herrschten mir so lang,als es den Göttern, das ist, den Obcrpriestcrn gefiel.')Nach einer Niederlage oder sonst wegen eines ungünstigenVorfalles gericth der Fürst sehr leicht in Gefahr derEntsezung.") Gewöhnlich indeß erbte sich dieKönigS-lvürde von Vater auf Sohn fort; die Feldherrenwürdehingegen hieng im Falle der Noth von der Wahl desLandtages ab. Nach der Versicherung des SidoniuSwaren die Burgnndionen riesenmLßig, und dabei sehrunreinlich. "') Sie schmierten das Haupthaar mitranzigtcr Butter, kauten unaufhörlich Knoblauch, undkrähten laut aus dem Rache». So rauh war die alteburgundische Sprache, keltisch ° gothisch, daß der KönigGondebald sich schämte, vor seinem Günstlinge, demSiagrius, so barbarisch zu sprechen. In Betreff derWortfügung unterschieden sich die barbarischen Sprachenvoit der römischen und griechischen besonders auch durchdas Gcschlepp der Hülfswörter."")
1 ln°
*) Hen, d. «. der Aelteste; Dm, d. i. Mensch.Hendm also ist eben das, was beym Ulpbilas Matth.XXVI 1 .11 -15. KmdinS, ChindinS, der Vorsteher,das Haupt.
") Ammian Mareellin XXVIN. C. 5.
*") SidoniuS AvollinariS V. VIII. Epist. 9. kelioesvculos tua? et anren, keücemgne übet vocare nrsum,cui non aliia sorälilsegue csxL ructant mans novotleeem apparrtus.
*'") Bald >le snxm. Leicntiar. Vi.