95
„die Dogteicn über die Klöster erblich seiner eigenen„ Familie." Da er seiner Familie auch die Waldstadteunterwerfen wollte/ erhielt er von ihnen zur Antwort:Wir bleiben bey der bisherigen Verfassung, und erwartenihre Bestätigung. Jum Gluke für diese Cantonc warum eben diese Zeit der Kaiser auch anderwärts beschäf-tigt. So z. D. hatte er sich dcü Königreiches Ungarnbemächtigt, eines Reiches, dessen Delehnung sich derPabst anmaßte. Auf alle Weise widcrsezte sich demKaiser Vonifaz VIII. Er schilderte ihm den Churfürstenals Mörder des Kaiser Adolfs, als Usurpator derKrone. *) Wegen seiner Herrschsucht zog sich Albertje länger je mehr durchgängigen Haß zu. Auch diefreien RcichslänLcr am Waldstädtersee entzog er denReichsvogteien, und unterwarf sie als Eigenthum seinenösterreichischen Beamten zu Roicnburg und Luzern . ZuVögten schiktc er nach Garnen in Unterwalden Vcringer»von Landcnbcrg; nach Altorf in Uri Gcßlcm von Bruncgg.Hier trieben sie ihr Spiel mit dem Menschen - undVölkerrechte, wie in Oesterreich LandenbergS Vater, undin Steicrmark Heinrich von ALmont. Als Geßler znSteinen dcü biedern Staufachcrs neues Haus sah,schrie er dem Bcsizer mit Höhne zu: Geziemt es, daßder Bauer so schön wohnt? Als Landcnbcrg dem Heinrichvon Melchthal die Stiere von dem Pfluge wegnehmen_ ließ,
') Raynald all »nn. irS8- Nro. II. ckron. I/re§erx.