,,«m predigen, hernach aber die Predigt selbst wirke»„lassen. Wenn nun in einer Gemeine das Volk zur„Ueberzeugung gelangt, so soll unter Aufsicht d«S„Pfarrers für oder wider die Reformation die Mehr-„ heit entscheiden; übrigens sollen sich sowol die bereits„ Aufgeklärten, als dieienigen, d,e es nicht sind, gegen„einander aller Schimpf» und Trvzworte enthalten."In Kraft dieses Beschlusses dachte auf die Abschaffungdes Bilderdienstes auch die Gemeine von Stammhcim.Diese Gemeine aber hieng nur in Betreff der nieder»Gerichte von Zürich ab, in Betreff der hohem hingegenzugleich mit Zürich auch von den katholischen Cantoncn.Treuherzig äußerte ihr Pfarrer Adam Maser, daß erschon lange von der Wahrheit der reformirten Lehreüberzeugt, allein zur Bekanntmachung derselben zufurchtsam gewesen, und nun zur Einführung von Neue»rungen zu alt sey. Auf Bitte der Gemeine führtennun HauS Wirth (Hospinian) und sein Vater, derUntervogt, den neuen Gottesdienst ein. Gegen dieEinführung deßelben bediente sich der katholische Land-vogt in, Lhurgau gewaltsamer Vorkehr. Dadurchempörte er das Volk so sehr, daß es in der Wuth dasKloster Ittinqen plünderte. Der Rath in Zürich seztedie Mitstiftcr des Tumultes, den Lntervogt und seinebeiden geistlichen Söhne, Hans und Adrian, in Arrest,oder (wie es die Katholiken deuteten ) in Verwahrunggegen dm katholischen Landvogt. Auf Verlangen der
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