2OY
Disputation. Nur desto größer wurde zwischen denZwinglianern und Lutheranern die Trennung. Anstatteines gemeinschaftlichen Symbols wühlte jede Partei ihrbesonderes, und unvermerkt cntwikcltc sich aus jedemgleichsam eine neue Art von pübstlichcr Intoleranz.Welch ein Triumph war nicht die Entzweiung der Pro«testanten für den gemeinschaftlichen Feind? WelcherVorwand zur Appellation an irgend einen höchsten un-trüglichen Richter? Welcher Anschein zur Rükkehr dervernieten Schaafe in den Schaafstall des Oberhirtcnzu Rom ?')
In der Schweiz verschrie man mittlerweile Zwingli als vermeinten Urheber so vieler Verwirrung. Denss. Iulii;zo. trat er vor die Versammlung des großen
Rathes,.
*) Gegen Zwingli und Oecolompad war Luther so sehrerbittert, daß er schrieb: ImulsiUmL et stultinrima8mit evrum srgumenta, ut non eirore 8ecl oxenuite8atana Laientes veritatem impugn-ire eonviiicantur.S. Strobels Bemerkungen über Luthers Briefwech-sel in HenkcnS Magazin für Religionsphilosophiel. Band lll. St. Xra. r. Die Rükkehr der Prote-stanten prophezeite selbst ein EraSmuS. (Lxnt.l.. XlX. S. 6rz.) I» Nornm nonmillis, schreibt eran Melanchthon, viilev tam imi>»tentes 8pirit»,,ut, 5l rar ixri, znccesserit, verear, ne I.iithrrusetiain >pbe tlesilleroturuo 8>t Lpircoporum et konti-Lelim 1)-iairni<Icm.
L