Ihuung verlangten nunmehr von diese» leztern die sieg-reichen katholischen Calitone entweder die Ausbezahlungvon tausend Goldguldcn, oder die Abschwörung derneuen Religion. Lieber die Religionsfreiheit als dieGeldsumme ovfcrte in Solothurn die stärkere Parteiauf: sie überließ der schwächer» Partei die Auswahlzwischen der Rükkehr zum Kreuzaltarc und der Aus-wanderung.*) Schon hatte sie sich eines FeldstükeSbemächtigt, und sie richtete eS gegen das Haus, i»welchem die Reformirten über die Durchsezung ihrerGlaubenslehre berathschlagcten. Mit entschlossenemMuthe stemmte Schultheiß Wrngi die redliche Brustvor die Mündung: Wenn ihr Vürgerblut vergießenwollt, schrie er, so vergießt zuerst das meinige! BeyHellem Mittage waten nun auch die Reformirten -unterdie Waffen; allein, um sich nicht am Blute der Mit-bürger zu verschulden, entschlossen sie sich bald zumWegzüge, und ließen Haabe und Güter znrük. Vonden katholischen Cantonen verfolgt, und von den refor-mirten nur schwach unterstüzt, zerstreuten sie sich. MitAusnahme von ein paar Dörfern, kehrte der ganzeLanton in den SchooS der alten Kirche zurük. Zehn-fach hätte er die so ungern vermißte Geldsumme Lurchdie Abschaffung der Hierarchie wieder gewonnen.
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*) Hafner Th. H. S. «z. Rockenbachs Entschuldi-gung, auf der zürchersch. Staddrdibliotb Ü.Vl. 17z.