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Fähigkeiten keine so sehr beschäftigt/ als das Gedächtniß.Anstatt wie die altgriechischen Heroen und Dichter dieWelt in der Welt kennen zu lernen, bedienten sich imAbendlands die Schüler der aus Constantinopel ausge-wanderten Neugriechcn eine« Werkzeuges/ dessen icneberaubt waren/ des todten Buchstabens der Schriftenund Bücher. Das Studium selbst der besten ClassischenSchriftsteller war in Dcrglcjchung mit dem Genuß undAnschaun der Welt und Natur/ was D. die Nach-ahmung ,'m Kupferstiche in Verqleichung mit der Nach-ahmung des Urbildes. Schwächer und lebloser wirktjene, zugleich aber ausgebreiteter. UeberdieS beschäf-tigte man sich mehr mir der kritischen Auslegung derKlassiker, als daß man wie diese dachte und schrieb.Je weniger noch die lebende Sprache gebildet war,desto geläufiger waren die todten. Am NeniahrStaqci;zr. führten i» Zürich auf dem Saale des Kirchen-«nd Schulrathes nicht etwa» junge Schüler, sondernerwachsene Jünglinge, zum Theil angesehene Meltkeute,zum Theil ehrwürdige Lehrer in der griechischen Urspracheden Plutos des AristophancS auf. Die CÄnpositisn derMusik für die Zwischenactcn verfertigte Zwingli , damalsakademischer Rector, erster Professor der Gottcsgelchrt-heit und AntisteS der zürchcrschen Kirchen.*) Nur
allmählig
*) Die Belege zu dieser Nachricht entdekte zuerst derzürcherscke CanonikuS Steinbrüche! in der Ausgabe
des