zurük, und nahmen i» dem Thalc die Huldigung ei»'Endlich kam den r;. April is-rr. unter stanzösischcrVermittlung der Madritervertrag zu Stande. Vermagdesselben sollten die III. Bünde wieder in den Pesizdeck Dclllinü und überhaupt in die vorige Verfassungeinqesezt werden. Von spanischer Seite war cü mitdem Vertrage so wenig ernsthaft gemeint, daß sichvielmehr der Statthalter in Mailand mit Truppenverstärkte. Aus Argwohn hierüber, suchten die Vene-zianer Zuflucht bey einem Schuzbündnisse mit j^avoien.Der spanische Hof aber kam ihnen zuvor, indem er demunruhigen Herzog von Savoien zur Eroberung vonGenf Beistand versprach. Mit dem Madritcr Vertrageschien auch den katholischen Cantonen nicht wol gedient.Auf einer Tagleistung zu Luzern schlug sogar der fran-zösische Botschafter neue Artikel vor, geradezu demMadritervertrage und der Religionsfreiheit entgegen.<Zowol die III. Bünde aber, als die reformirtcn Can-tone, drangen auf die Beobachtung des Vertrages vonMadrit. 2 m Scpt. r6ri^ bot jeder der III. Bünde 4000. Mann auf. Kaum die Hälfte erschien auf demSammelplazc in dem obern Engadin, ohne Geld, ohneGeschüz und Lebensvorrath, ohne Äricgeszuchr, einzigvon blinder Rache beseelt. Den wilden Kriegcsschwarmzerstreuten die spanischen Truppen. Sie bemächtigte»sich der Grafschaft Kleven: die isterrcischcn Truppen-es EngadinS, Die Bändtner zerfielen selbst unter
einander.