Band 
Zweiter Band.
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Dörfer zusammen. Zu dreien hoch niarschirten die Miß-vergnügten, jeder mit seinem Kolben, vor die Herbergder Gesandte», ohne diesen, die am Fenster standen,die geringste Höflichkeit z« beweise», und von da vorübernach der Kirche. Den Zug eröffneten drei Junggesellenmit Alpenhörnern. Auf die Hauptleute folgten dreiandere, welche die drei ersten Eidgenossen vorstellten.Hierauf 700. Mann, alle mit Kolben bewaffnet. Als-denn drei Fahnen in einem Gliede: und hinter denselben«dermal 700. Mann. Nachdem sie eine Stunde in derKirche verweilet hatten, beruften sie durch drei Ab-geordnete die Gesandten herbey. Diesen lasen nun dieBauern eine Schrift vor, worinn sie mir Hinansezungaller Ehrerbietung nicht ctwan baren, sondern in ^trozi-gen Worten forderten: Das Salzmonopol, der Zollbey Wollhausen, der hohe Geldzins, die Unkosten wegender Schuldboten, die Bußgelder der Landvögte, dasOhmgeld vom Weine u. s. w. sollten theils beschränkt,theils abgeschafft werden. — Umsonst verlangten dieGesandten, daß sie die Beschwerde» durch Abgeordnetevor dem Rathe in Luzern sollten vorwagen lassend DieDauern behaupteten, Saß der ganze Handel bey ihnenauf der Landschaft müßte in Ordnung gebracht werden.Sir bedrohten jeden, der sich nach Luzern wenden würde,mit Mord und Todtschlag. Zugleich gaben sie zu ver-stehen, daß auch die Dcrncr - Bauern mit ihnen gleichesGinueS wären. — Fruchtlos blieb die obrigkeitliche

Gesandt-