Band 
Zweiter Band.
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Der Rath von Schafhausen schikte dem Oberamte.eine schriftliche Apoloqie der 2m Thurmschen Fami-lie. Es drang auf persönliche Verantwortung, undzwar in Kraft des Pfandbriefes vom I. iü;i. DiaGchafhauser glaubten nicht, daß sie weder der Pfand-brief noch der Bcybrief vom I. i6;z. zu solcher Ver-antwortung verpflichte. Mittlerweile liessen sie denIm Thurm »»gekränkt bey der Gattin und bey deirKindern. Wenn der an sich unbedeutende Menschso viel Gewicht zu bekommen anfteng, so hatte eres unter anderm dem Religionseifer des Zeitalter-zu danken. Da er zwischen dem reformierten undkatholischen Glauben hin und her schwankte, so wett-eiferten die entgeqcngesezteu Religionsparteien umdie Erlösung der armen Seele. In Schafhausenfieng er an, öftntlich die reformierte Kirche zu lä-stern, und auch von der Obrigkeit in schimpflichenAuSdrüken zu sprechen. Der Rath verurtbeilte ihnzu ewiger Gefangenschaft in dem Spitale. Die öster-reichische Regierung zu Insprugq forderte die Befrei-ung des Im Thurm, mit Beyfügen, daß, bey län-gerer Weigerung, der Kaiser nicht nur die an Schaf-hausen verpfändeten Gerichtbarkeiten im Nellenbur-zischen auslösen, sondern sich auch der Repressalienbedienen, und den einen »der andern Gchafhauserauf österreichischem Boden gefänglsch aufheben wer*de. Für Schafhausen schikte nun eine reformierte

Lag-