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Zehen neue Geistliche Lieder : Zwey Lieder ueber die gantze Stadt Allwo noch einige beygefüget auch für insgemein Von der Separation, wie auch von der Sinnes-Aenderung und Lebens Besserung / von einem offtmaligen Krancken ...
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O ( ZL ) G

Derfelb gewißlich sich noch nicht recht kennet,Dann wo jemand sich selber recht erkennt ,

Nach Ehren dieser Zeit er Zar nicht rennt.

9 .

Und wird jemand doch noch damit beehret,

Ist ihm zuvor Demuth geprägetem,

Er solches dann zu Gottes Ehren kehret,

So heißts r Ich muß noch mehr demütig seyn.

io.

Das ist in heil'ger Schrifft mir vorgeschrieben,Daß Demuthsey, ein wahre Zier und Gaab,Daß ich in Demuth leb', darin» verblieben,Wer wahre Gnade will, die Demuth hah.

»r.

Und Er bekomts vom HErm, deres versprochen,Die Demuth lieben, die verlaß Er nicht,

i».

Dann wer da wird mit schwerem Last beleget,Ein Baum, mit schönen Früchten angethan,Der biegt, und unter solchem sich beweget,

Er neiget sich, daß mans recht sehen kan.

-4

E

3

§

Dargegen Stoltz und Hochmuth werd gerochen,Darfür bewahr' die Christen, Gott! mein Licht!

Daß es doch auch nicht nach dem Sprüchwort gehe:

Sie seyen auch wie and re immerhin,

Ach Gott! daß das vor dir doch nicht angehe,Das leg doch solchen Seelen selbst zu Sinn.

Acht dann nicht an, es seyn Arm »der Reiche,^