chett. V. Oder wenn du etwas dar» beytrage«könntest, daß Heinrich seine Untugenden ab.legte , und artig würde, so artig als Jacobist , würdest du das nicht gerne thun ? S.O sehr gern ! V. Du wünschest ihm also dochnichts Böses ? S. Nein. V. Würdest es viel,mehr gerne sehen , wen» eS ihm gut gienge,und bist bereit, ihm zu helfen, wenn du kannst?G. Ja. V. Nun liebes Kind, mehr verlangtman auch nicht von dir. S. Aber ich meyne,ich sollte ihn auch lieb haben? V. Ganz recht:daö heißt ja auch schon , jemanden lieb haben,wenn man wünscht, daß cS ihm wohl gehe,und wenn man auch bereit ist, etwas dazu bey-zutragen. Es giebt freylich noch eine ander«Art, jemanden lieb zu haben, wenn man gernein seiner" Gesellschaft ist , und sich über ihnfreut, weil er gut und liebenswürdig ist. Aberauf diese Art kann man nur die guten Men.schen lieb haben. S. Ja, so habe ich den gutenJacob lieb! V. Und so kannst du den unar,ligen Heinrich nicht lieb haben , bis er auchso artig und gesittet wird geworden seyn. Wa<willst du nun aber thun , wenn er wieder zudir kommt? tz. Ich will ihm sagen, ermöchte sich erst bessern, sonst könnte ich nichtMit ihm umgehen. V. Gut, Kind ; thue das.Es s.
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Buch
Lese-Büchelchen für die zweyte Leseclasse des Gymnasiums der Stadt und Republik St.Gallen : Mit Approbation eines Wohledlen Schulraths
Entstehung
Seite
99
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