Band 
Erstes Bändchen.
Seite
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Saumseligkeit bey der Erziehung ihrer Kinder zurecht-weisen wollte, ward diese Antwort zu Theil: »mein»Kind braucht nicht mehr zu lernen, als ich; unser»Vater und Großvater sel., die das nicht konnten,»sind auch Leute gewesen, und zwar bravere und glück-lichere, als die her.: zu Tage lebenden und klüger seyn„wpllenden sind; ich lebe immer auch noch; also braucht„mein Kind auch nicht mehr zu lernen!"; — So sehrdieses alles, sage ich, eine ausgemachte Sache ist, so istdoch auch so viel gewiß, daß die Eltern sich wegen obigenVersäumnissen ihrer Pflichten mit verschiedenen wichti-gern oder unrvichtigernGründenzu entschuldigerfwiffen,die aber dennoch gerade durch zweckmäßigere Einrich-tung unserer Schulen, z. E. dadurch, daß die armemKinder nicht so lange in der Schule bleiben müßten;daß alles Schulgeld, das die Eltern bis dahin wö-chentlich bezahlen mußten, nicht mehr erlegt werdenmüßte, sondern das Schulgeld durch eine Abgabevom 1000 fl. eines jeglichen Vermögens bezahltwürde; und überhaupt, wenn man den Kinderndurch vernünftigere Verfahrungsart das Schulgehmsüß und angenehm machte — beynahe alle ihre Kraftverlieren würden. —

2. Viele Eltern sagen, wir sind zu arm, als daßwir unsere Kinder in die Schule schicken könnten;sie müssen ihre Nahrung selbst verdienen; es ist eine