Leicb predigt.
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Er redet a. von seiner Gnad. b. Von derselbenGenügsamkeit.
2. Gnad ist eigentlich eine unverdiente Huld undLiebe / so man gegen einem Unwürdigen tragt / undihme aus Trieb derselben Gutes thut. Eine solcheGnad Heger der liebreiche und erbarmende GOtt insonderheir gegen den außerwehlten Sünder / den erals einen / der von Natur höchst unrein/ mit dem Blut^---r'.r6.s.der Sünden befleckt/ und also in den reinen und heilt:gen Augen GOttes ein Greuel ist / gleichwol widerVerdienen mit einer ewigen Liebe umsähet / und auslauter Liebe/ Gnad und Barmhertzigkeit aus seinemunreinen elenden Zustand errettet/ und in den Standder Gnad und Herrlichket versetzet.
Es wird dahero die Gnad GOttes in H. Schrifftangemercket als die einige Quell der grossen Seligkeit/die er seinen in sich selbst unwürdigen Rinderen bereitethat. Aus Gnaden / sagt der Apostel an einem Qrt^i'eQ.r.r.gleich nach einander zum zweytenmahl: Aus Gnadenseyt ihr selig worden. Und abermahl: Z 77 it um derwercken willen der Gerechtigkeit/ die wir gethan/sonder nach seiner Barmhertzigkeit macht er uns selig.
Diese heilsame Gnad wird zwaren wie alle andereTugenden in GOtt vorerst und ursprünglich GOttdem Vatter zugeschrieben: Danahen er auch genen-net wird ein GGtt aller Gnaden und ein Vatter der - r-tr.5.10.Barmhertzigkeit. In den Segens - Wünschen Paulsheißt es mehrentheils: Gnaöe sey mit euch von Gott -.cor.r,,.dem Vatter. Gleichwie aber der Vatter niemand um Lom.».?.mittelbar richtet/ sonder durch den Sohn / dem er ables Gericht übergeben hat; Also ist er unmittelbarauch niemand glladig/ sondern durch den Sohn/ dessenHerrlichkeit nach dem Zeuqnuß Iohannis darinnen be-stehet / daß er ist voller Gnad und Wa hrheit.
^ Dei^
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