Lelw «predigt.
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ist nit ihre / sondern deß HErren Krafft. Wann dannunser liebe Heyland von seiner Krafft redet/ und seinerGnad beyfüget / so wil er dem Apostel zu verstehengeben: Daß / obwolen der Menschen Gnad nit allezeitmit Krafft begleitet sey ; zumahlen öfters ein Menscheine grosse Liebe tragt / und kan ihm doch / wie gerner wolle / in seiner Noht nit helffen z so seye es gantzänderst mit seiner Gnad / die seye eine mächtige Gnad/^om.r.«xmächtig den Apostel innerlich zu stärcken/ damit er be-!stehen / und feinen Feind/ den Engel deß Satans zu-Lkl,<-s.r.is.ruck halten möge/ daß er nit weiter gehen könne / alses ihme an seinem Heil unschädlich seyn werde.
2. Dieser Krafft setzet nun der HErr entgegen dieSchwachheit: Nemlich/ Pauli und auch andererGläubigen. Und verstehet dardurch eines theils allerley Leiden / wie es Paulus in dem folgenden Versselbsten erklärt / wann er sagt: Ich bin gutes Muhtsin Schwachheiten / in höhten/ in Sck»nacheii/ inVerfolgungen / in Aengsten / um Christus willen.
Anders theils aber verstehet er zugleich die mit solchemLeiden verbundene / eigentlich sogenannte Schwach-heit/ da nemlich unsere Natur die Kräfften nicht hat/solche Leiden zu überstehen und zu überwinden/ son-dern sie müßte allezeit unten liegen / wann es auf ihreKrafft ankäme: Und wurden sie Ungedult/Murren undand re ländliche Bewegungen / in welche der Menschunter dem Leiden vielmahlen außbricht / um alle vonGOtt abgezielle Frucht deß Leidens bringen / wo sienicht von der Krafft und Gnad GOttes unterstützetwurde. Dann obschon der Geist der Gläubigen wil-lig /so ist doch ihr Fleisch schwach. Wie schwachwar der sonst gedulttge Hiob in seinen Leibes Schmer- m°br.r.tzen/ und der sonst dapfere Prophet Jeremias/ wie auch 7« ^.der feur eifferige Prophet Ellas in ihren Verfolgungen..^.,»
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