Um den verjagten Chan zu rächen, schickte die Kay-serin Catharina sogleich verschiedene russische Regimenterauf den Weg nach der Rrimm, zugleich forderte sie zurUnterstützung desselben vermag einer Vcrkommniß vom I.1779 den türkischen Großherrn auf. Dieser machte sichmarschfertig, ohne jedoch sein eigentliches Vorhaben zuäusser». Auf der einen Seite begünstigte er nicht gerneinen russischgesinntcn Chan in der Krimm, auf der andernSeite zitterte er vor dem Ausbruche des Kriegs. In demInnern des Reichs wütheten bald die Pestseuche , baldentsetzliche Feuersbrünste/ überall drohrten Mißvergnügenund Unruhen. Von Aussen zogen sich die Krieqesflammcnnicht nur von Rußland, sondern auch von «Oesterreichzusammen. «Oesterreich beklagte sich bey dem Sultanüber die Unsicherheit der ungarschen Gränzen, und for-derte Genugthuung für die Geeräubereyen von Algier.Beym Ausbleiben befriedigender Antwort schickte JosephII. seine Truppen gegen Belgrad.
II.
Während dieser Gefahren von Aussen war den rr. Aug.1782 in Ronstantinopel eine Feuersbrunst entstanden, diez6 Stunden anhielt, und diese Hauptstadt des türkischenReiches in eine Wüste verwandelte. Ueber 6000 Häuserwaren in die Asche gelegt. Die Casernen der Ianitscha«rcn und die Getreidcmagazinc waren mit abgebrannt.Vom schwarzen Meer her hatte Rußland , und vom Ar-chipel Venedig alle Ausfuhr von Gctreid untersagt. DieHungersnoth drohte den fürchterlichsten Aufruhr. Der neueGroßvezier ließ von allen Enden Bauholz herbcyführen,und wendete beträchtliche Summen aus der Schatzkammerzur Erleichterung der allgemeinen Noth an. Sorgfältigschob er den Krieg auf, allein die Ulemas oder GcsctzlchrcrDrangen auf Unterstützung der Rrimm. Ihr Oberhaupt,der Mufti, wurde wegen Aufwieglung des Volks entsetzt,
und