Buch 
Kleine Sitten-Gemälde für Kinder / von J.M. Armbruster
Entstehung
Seite
9
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nicht ru verhungern, die Treber essen, die man diesenThieren vorwirft. O ! er wagt es kaum, seine Au-gen rum Himmel aufzuheben, weil er ihn beleidigte,da er aus dem väterlichen Hause floh und den Lasiernsich ergab. Die Reue über sein voriges Betragenquält ihn weit mehr, als das Elend, das er erduUden muß. Ach! ruft er in der Angst und Verzweif-lung aus: Ach! tausendfach hab' ich Alles verdient,was ich leiden muß. Ich habe die Liebe meines Va-ters von mir geflossen; darum nimmt jert kein Menschauf der ganten weiten Erde meiner sich an. Ich ha-ke meinen Bruder gehaßt und gequält. . . jert mußich in der Gesellschaft der eckelhaftesten Thiere leben!Ehemals waren die gesündesten, nährendsten Speisennicht köstlich genug für meinen leckeren Gaumen... undjezt... ach, wie glücklich wollte ich mich schäre», wennich die Brosamen hatte, welche von dem Tische derKnechte meines Vattrs fallen! Des Tages habe ich keineRuhe; des Nachts ängsiigen mich fürchterliche Träu-me. Aber wie? wenn ich hingehen, wenn ichru seinen Füssen mich niederwerfen und mit Thränender Reue Vergebung suchen würde? Er ist ein soliebevoller, so zärtlicher Vater! . . .

So spricht der arme Sünder zu sich selbst. Nochist er nicht entschlossen. Unruhig geht er hin und her.