handelte er wie Lastthiere, vnd um des geringstenVergehens nullen schlug er sie mit eigenen Händen,bis ihnen das Blut aus Mund und Nase strömte undeinige Glieder zerknirscht waren, oder er warf sie indunkle Kerker, wo sie oft verhungerten oder im Elen-de verschmachteten. Einst war er, ohne Ursache,über einen seiner treuesten Knechte so wüthend erbit-tert , daß er ihn an eine Achse zwischen zwey Räderbinden und so den steilen Berg Hinabrollen ließ. Je-dermann glaubte, der Unglückliche mäße auf eine lei-denvolle Art zerschmettert worden seyn. Aber dieVorsicht hatte über ihn gewacht. Er lag nur in ei-ner Ohnmacht, als die Räder am Fusse des Bergesstille standen^ So fand ihn ein menschenfreundlicherOrdensgeistlicher, löste seine Bande ab, trug ihn aufdem Rücken in eln nahes Kloster und pflegte seiner,bis er vollkommen genesen war. Aber in dem Herzendes Knechtes stieg jezt eine unwiderstehliche Begierdeauf, an dem Manne sich zu rächen, von welchem er,ohne Schuld, so grausam aushandelt worden war,und nun hatte er weder Rast noch Ruhe, bis erdiesen Vorsatz ausführen konnte. Drey Tage unddrey Nachte lauerte er im Dickigt des Forstes, inwelchem Otto, gewöhnlich ohne Gefolge, jagte.Am Morgen des vierten Tages kam endlich der Rit-ter.. . Seht, wie schlau er umherschleicht, um das
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