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Kleine Sitten-Gemälde für Kinder / von J.M. Armbruster
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102
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sein Gewerbe verliehen und mit unermüdeter Thätig»keit betreiben und die Pflichten seines Berufs erfüllen,sonst hat man kein Geld, die Kricgssteuern zu bezah-len ! Thätigkeit leidet nie Mangel. Vetter Jakobhalte darüber ein sehr schönes Gleichniß. Manschlaft doch, sagte er, recht ruhig unter dem Dacheeines arbeitsamen Mannes. Der Hunger steht inder Ferne, schielt mit neidischem Blicke nach demHanse hm, aber hinein zu gehen wagt er es nicht.Kein Häscher, kein Gerichtsdiencr kommt über dieSchwelle. Denn der Fleiß zahlt seine Schulden unddie Faulheit verachtet sie. Es krankt Euch, daßIhr noch nie einen Schar gefunden, noch nie einereiche Erbschaft gemacht habt? O, die Thätigkeit istder größte Schaz, und Gottes Beystand, der demredlichen Fleiße nie fehlt, hat einen größeren Werthals alle Erbschaften.

Aber, es ist nicht genug, daß man thätig undfleißig sey. Man muß. auch Ordnung, strengeOrdnung in feinen Geschäften haben. Die geringsteNachläßigkeft kann die schädlichsten Folgen nachsich ziehen. Vetter Iakob erzählte darüber einschröcklichts Beyspiel. Im Kriege am Rhein sahrm Dragbncr , der Schildwache stand, eilten großenHaufen von Feinden vordringen. Er gäv seinem