Zimmermann erhielt als ein Krüppel den Abschiedvon seinem Regimeute. Mühsam schleppte sich nunder Unglückliche aus Marseille, wo dieses Regimentlag, auf das Land, und erhielt in einer Fabrike alsHandlanger um einen.kärglichen Sold Dienste. ZweyJahre lang hatte er hier, im Schweiße des Ange-sichtes, sein Brod gegessen, als ein hiziges Fieber ihnergriff, welches nach wenige» Wochen zugleich sei-nem Leben und seinen Leiden ein Ende machte. Alleinfür die arme Wittwe, deren Gesundheit durch eineso lange Reihe von unglücklichen Begebenheiten eben-falls sehr erschüttert worden war, fieng nun erst derZeitpunkt des höchsten Elendes an. Um ihren Gatten.Htzgraben lassen zu können, mußte sie von ihren we-nigen Kleidern das Beste verkaufen. Freunde und-Verwandte hatte sie in dem fremden Lande nicht.-Das Regiment, unter welchem Zimmcrmann gedienthatte, war während der französischen Revolution ab-gedankt worden, und imt unerbittlicher Harte for-derte der Eigenthümer der Hütte, in welcher sie ge-wohnt hatte, die rückständige Miethe. Frau Zim-mermann wußte keine Aussicht in dieser traurigenLage. Sie konnte nichts als weinen. Oft stand sieum Mitternacht auf von ihrem harten Lager, schlichsich auf den Gottesacker, umklammerte das Grab ih-res Gatten, und betete an dieser Stelle zu. Gott:
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