Band 
Zweyter Theil.
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* über Luc. xxn. 66 - 7 r. rc. z

^ thun, das sie in der Nacht gefället hatten. JEsus waeschon maleficisch gemacht, zum Tod bestimmt, es waenoch das Ceremonie! und die Exekution übrig.

? 1 So schlimm können geist- und weltliche Vorge-setzt seyn! So lieben die Gottlose doch immer dmEWein des Rechten. Aber welche Angelegenheit, wannsteMerHaß und Eifer belebt, wann ihre Leidenschaften' sollen befriediget werden, welche Unruhe! Ach wie vieleNacht-und frühe Morgen-Sünden, welche eben dar-um geschehen! Denkt auch heute, jetzt an solche Sün-den , seyt ihr die erste , die fürnehmfte, unter denen,mit denen ihr lebt, und ihr thut böses. Die SündeI ist schon bey euch beschlossen, aber ihr wollt ihr nochI den Schein der Tugend geben, der Eifer, der ungött-I liehe Eifer, den die Partheylichkeit, den der Stolz und! Eigennutz, den Haß und Zorn entzündet, macht euchfrühe und spat thätig gegen den Nächsten, fertig Übels' zu thun. Denkt an die Leiden JEsu vor dem jüdischen^ Rath, klagt und weinet über euere Sünden, nehmtl Zuflucht zu ihm, flehet um Vergebung, sagt euernrj bösen Dichten und Trachten ab, wehrt euern Herr-> schenden Leidenschaften um des Leidens JEsu willen.Werden wir dem Ebenbild unsers HErrn gleichförmig

- durch unverschuldete Leiden von den Obern, durch denheuchlerischen Schein der Wahrheit und des Rechts,welchen man boshaftigen Handlungen gegen uns gibt,durch frühe und späte Anschläge wider uns, welche dieniedrige Leidenschaften des Stolzes und Eigennutzes,des Hasses und der Rache veranlassen : so wollen wie

? uns in den Willen GOttes ergeben und das Opfer

- der Bosheit und des Hasses mit Gedult seyn.

? Der versammelte Räch stellte JEsum vor, vor! diesen wurde er hinaufgeführt. Welche Erniedri-l gung! da stehen als ein Uebelthäler. Noch einmal diek Wahrheit bekennen sollen und um dieser willen zum^ Tod verdammt werden von denen, die nicht werth^ A s waren