Band 
Zweyter Theil.
Seite
469
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über Ap. Gesch. n. i. - 4. 469

bereit seyn, dem , der uns erlöset hat zu leben, waswir leben, und als Christen von allem, was Un-rechtist, abzutretten.

Wenn GOtt Sonderbares thut, wenn er dieMenschen durch wichtige Dinge, die geschehen, auf-merksam macht und zubereitet, so hat das seine wich-tigste Ursachen und den herrlichsten Erfolg. Underzehlt Lucas V. 4. nach dem die Juden den Schallgehört und Feuerflammen gesehen, es wurden allevoll des heiligen Geistes und fiengen an zu pre-digen in andern Sprachen, nachdem ihnen derherlige Geist gab auszusprechen.

Außerordentlich würkte der Geist GOttes aufsie. Nicht nur ihr Glaube wurde mächtig gestärkt,die Liede GOttes und des Nächsten nachdrücklich er-weckt, und ihre Hofnung bevestiget, daß sie zu al-lem, was Christenthum ist, fertig und bereit waren,sondern sie bekamen auch Weissagungs - Gabe,Prüfungs - Gabe, Gabe mancherley Weisheit undErkenntniß, die sie zuvor nicht hatten, aber als Leh-rer des Evangelium brauchten, Gabe Wunder zu thun,Gabe mit sonderbarer Freymüthgkeit und durch denGeist des HErrn zu reden, auch Sprachen- Gabe,wie der Verfolg gewiesen hat. Die nicht Lehrerseyn sollten, wurden doch auch außerordentlich begä-bet , Psalmen zu dichten und zu singen, zu betenund zu loben, die Schrift auszulegen und zu weissa-gen in allerley Sprachen.

Daß aber der HErr sonderbares an ihnen ge-than habe, ist sogleich vor den anwesenden Judenoffenbar worden. Sie redeten in andern Sprachen,die nicht ihre Muttersprache waren, die sie zuvor kaumgehört, wenigstens nicht verstanden, nicht gelernthatten und noch viel weniger reden konnten. Dieredten in macherleylIprachen, die meistentheils Galiläerwaren, die unwiflendeste unter den Juden» Sie redten

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