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Briefe einer befreiten Nonnen
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10
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terst; aber es war vergebens. Er frugwich wohin meine Reise gehe; ich sagteihm meinen Ort und wurde dabey übe«und über roth; er merkte meine Verlegen-heit, ob erS errichte Warum? weißich nicht. Genug er schonte mich mit meh«rcrn Fragen, und begegnete mir dafür miteiner freundlichen, gefälligen Achtung undAufmerksamkeit. Ich mustc ihm recht gutseyn, weil er mich zugleich gegen die Zu-dringlichkeit eines jungen, wohlaufgefütter-ten Kaussmanos und seine ungezogenen Aus-fälle sicherte.

In unserm Haus ist vieles verändert wor-den, das fiel mir sogleich auf; hingegenwar mir alles so lieb und heilig was nochwar wie vor, und mich an die vergangenenZeiten erinnerte der grosse runde Lischin der Mitte, die Wanduhr mit dem hinund her schlagen des Perpendikuls, der wi.Lerhalleihe Laut wenn ich die Lreppe aufund abspringe Alles, alles noch wie zu-vor ; und die Baume im Hof noch jeheran seinem Ort und grosser und herrlichergewachsen; ach, das freut mich wie ei»