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Kurzer Entwurff der Übung des Christenthums, oder, Der thätlichen Gottesgelehrtheit, darinnen die Sünder zum Stand der Gnaden angeleitet, und Begnadigte unterrichtet und aufgemunteret werden, heilig versicheret und getrost zu leben und zu sterben / von Eduard Meiners ... ; aus dem Holländischen übers. von David Felss
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302
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DaS zoste Haubtstuck.

Von der würklichen, sowohl besondern,als öffentlichen Bundes - Aufrichtungmir GOTT.

§. i.

^Ie würkliche besondere Bundes-Auf-richtung mit GOtt, ist, da ein Gläu-biger sich den Inhalt des Gnaden-Bunds deutlich vorstellet, sein Herz in einegeziemende Gestalt zu bringen suchet, denBund würklich mir dem HErrn schliesset,und stch befleisset demselben gemäß zu leben.

§. 2. Erstlich gehöret zu derselben, daß einGläubiger sich den Inhalt des Gnaden-Bunds deurliw vorstelle. Welcher darinnenbestehet, daß GOtt verheißt seiner Bunds-Genoffen GOtt zu seyn, das ist, er wolle sichselbst mit allem was er ist und hat, ihnen zu ih-rer Seligkeit mittheilen, und von ihnen forde-ret,daß sie vor seinem Angesicht wandle»,undaufrichtig seyen. iB.Mos. 17: r. Ier. z>:z z. Diese Verheißung und Forderung mußsich ein Gläubiger deutlich zur Betrachtungvorlegen, daran mit Andacht denken und nach-sinnen. Ps. 27: 8. Mein Herz sagt zu dir, vondeinetwegen, suchet mein Angesicht.

§. z. Zweyrens wird dazu erforderet , daßman trachte sein Herz in eine geziemende i.Stille. 2. Demüthige, z. Lebendige und auf-geweckte. 4. Und Gläubige Gestalt und Fas-sung, die Zuflucht zum HErm IEsu als dem

Mitt-