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Des Ritters Karl Müller von Friedberg Philosophie der Staatswissenschaft in Grundsätzen zur gesellschaftlichen Glückseligkeit
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10
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Vielleicht rangen die Menschen lange ohne nureine entfernte Aussicht ihr Ziel ;u erreichen; viel-leicht schien die Glückseligkeit des Einen jener desandern unübersteigliches Hinderniß, bis sie daraufsielen: der Mensch sey um des Menschen willen,auf Gottes Erdboden versetzt; alle können glücklichseyn, wenn sich je einer zum Wohlthäter des andernauswerfe, und der philosophische Stein, um den siesich so ängstlich beciferten, liege blos in dem wech-selseitigen freundschaftlichen Wohlwollen aller.

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Cicero.

In diesem Verstände begrciffe ich die, die denTrieb zur Gesellschaft dem Menschen eingeimpftbehaupten; halte man ihn aber für keinen blindenTrieb, wie den Trieb zur Speise: In des MenschenNatur licgt er als blosser Keim, der sich nur durch Er-fahrung entwickelt, die Frucht von Vernunftsthlüs-ftn, die Folgen der Bedürfnisse, und des Triebeszur Glückseligkeit. Das Gefühl der Bedürfnisse