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Des Ritters Karl Müller von Friedberg Philosophie der Staatswissenschaft in Grundsätzen zur gesellschaftlichen Glückseligkeit
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Grundvestcn ihrer Vorzüge und Glückseligkeit be-trachtet/ so wird bald jeder seiner Statthalter/ kühndurch solches Beyspiel/ die Gewalt, die ihm ver-trauet ist, den Verbrechen Einhalt zu thun, benützen,selbst ungcrohene Verbrechen zu begehen; er wirdseinen Eigenwillen mit Feuer und Schwerdb gel-tend machen, statt gemäßigter Steuern wird erBrandschatzungen ausheben, und seiner Provinzwerden, was ihr ein feindlicher Heeresführer wäre.Die Herzen der Bürger entfernen sich immer weitervom Throne, weil diese Gewaltthaten unter, demNamen des Fürsten geschehen, und ihr Groll steigtaufs äusserste, wenn diese Untertirannen mit Auf-opferung eines Theils ihres Raubes von der Strafe,die ihre Plackcrcyen verdienten, sich loskaufen, oderwenn, nach der Maxime -erotischer Staaten, ihreAusbeute, aus der man durch einen gerechten Er-satz die Gedrückten besänftigen sollte, dem königlichenSchatze zugesprochen wird.

Gelänge es aber auch solch einem Souverainendas Schwerdt der Vertheidigung aus den Händen

der