266
Landammann der Schweiz / den anwesenden auswär-tigen Gesandten: „Melden Sie Ihren hohen undhöchsten Committenten / daß wir in diesem Hess. Kic-chengewölbe bey den Schatten und auf den Grüftender Ahnen unsre Verfassung beschworen habe»/ daß wiruns auch berechtigt glauben, sowohl Ansprüche aus üaSallvermögcnde Wohlwollen unsers erhabenen Verbün-deten machen zu dürfen, als auch zu erwarten, daß dieSchweiz in Ruhe und Frieden erhalten werde, damitdie, tiefen Wunden, die uns Zeit und Umstände schlu-gen, geheiler werden u. s. w." Dem edeln, ächt-schweizrrschen Geiste, der seine N.ede beseelte, ent-sprachen auch die Erholungen und Spiele, womitman in Basel die Gesandten beehrte.
Unter den wichtigern Berathschlagungen betrafendie einen die von Oestreich über verschiedene Schwei-zergüter verhängte Jnkamcration, die andern, die vonFrankreich erhöheten Zölle. In ganz anderer Lageaber befinden sich die heutigen Tagsatzungen, undeben darum in ganz andern, Tone sprechen fie, alsjene alten, die theils bey noch geringerm Umfangeder benachbarten Staaten, theils bey ganz andererEinrichtung des Kriegswesens auch noch ein Wortmitsprachen, wenn es um die Entscheidung des Schick-sales z. B. von Neapel und Mayland, von Burgund und Lothringen zu thun war. Um soviel drückenderfind heut zu Lage die Unkosten, welche Staatsunter-