Buch 
Alea prohibita, das ist, Kurtze Erinnerung, Straffschrifft und grundtliche Widerlegung allerley Wag, und Glückspielen / erstlich von M. Lamberto Danaeo, Kirchendiener zu Gian, in frantzösischer Sprach beschrieben und an Tag gegeben, nun aber in unser gmein Teutsch trewlich ubergesetzet und gebracht
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deß Spielens. 5

ein begtrligkeit ein andern zubetriegen vnd zube-

ſcheiſſen/ an ſtatt deſſen/ das man ſich mit ein-ander erfrewen vnd erluſtigen ſolte. Es iſt der-halben mit fpilen gwinnen/ eben ſoviel alß ſteh-len. Wann auch ſchon etliche gebraͤuche/ geſe-te/ boͤſe gewonheiten vnd verderbungen der gu-ten ſitten/ dieſem zuwider weren. Wiewol ichmeines theils weder geſatz noch gebrauch weiſſewelcher anderſt/ als wir jetzunder/ von dieſemhandel rede. Außgenommen die gewonheit zuOrleans in Franckreich/ da einer biß in die 5.Souls, daß iſt vngfahrlich zwenn batzen/ ſordernmag/ ſo fern er ſie in dem Ballenſpiel gewunnẽhat/ dieweil dieſes ſpiel vor anderen ein ehrlicheleibsuͤbung iſt/ vnd auch ein verſchmitzten kopfferforderet. Aber dieſe gewonheit vnd ſonderba-re particular erlaubnus zeiget vnnd deutet an/das die algemein general regel dieſem zuwiderſey/ vnnd das ſie in allen anderen ſpielen dengwin verbiete/ vnnd nicht zulaſſe/ daß man den

weder vor Gricht/ noch auſſert dem ſelben for-

deren moͤge. Franciſcus Hottomannus, ein

vberaus beruͤmbter vnnd erfarner Rechtsglehr-ter/ auch ein guter eyfriger Chriſt/ in ſeinem an-dern buch de uſuris, am 2. cap beſtetiget diſe vn-

ſere meinung vnd vhrteil/ vnd lehret/ das nach

außweiſung der rechten/ der gewin vnd einſeck-lung durch ſpiel geſchehen/ gantz verboten/ zu5 ver-

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