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Ordnung gebracht und warf sein altes Notizbuch auf dasnächste beste Gestell, indem er sagte: „Da habt ihr wiederetwas in euren schönen Kramladen."
Dieser Scherz empörte Ursula, ergrimmt schoß sie ausdas Gestell zu und warf das alte Büchlein in die Gaffehinaus, indem sie rief:
„Mein Herr hat eine rechte Sache! Mein Herr verkauftnichts Verdorbenes! Wir sind keine Trödler! Sie brauchenunsern Laden nicht zu beschimpfen! Sie sind! . . . Sie! . ..Sie."
„Was liegt daran, Ursula?" unterbrach sie Wcrner'sträge Stimme.
Richard zog seinen Freund am Arm und sie traten wie-der hinaus ins Freie.
In der Nähe des schmutzigen Werner's stand eine kleine,verwitterte Schenke; eine stinkende Gumpelwirthschaft; derWirth saß aus dem Fenstersims und rauchte seine PfeifeKnaster. Als unsere Freunde an ihm vorbei waren, schritter hinüber zu seiner Schwester Ursula, welche ihren Kaste zutrinken begann und an einem Stück Kandiszucker nülltc.
„Kommst, Rudolf! was bringst?"
— Bringen! bringen! bin nicht im Schlaraffenland. —
„So hol' dir was, aber mach' schnell und lauf den beidenHerren nach, welche soeben da herausgekommen sind, derDicke trägt ein Notizbuch mit Banknoten bei sich; vielleicht