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überspannen seine Kräfte und machen es alt vor der ZeitH Der Grausame schont auch seines Alters nicht und ge-
denket nicht der Beschwerden, nicht der Thaten einesfeurigen Renners, welcher siegte in den Schlachten,welcher den Stammbaum führt von Mahomeds Zeitenher; die Loblieder sind verklungen die ihm einst er-schallten, die Lorbeerkränze vermodert. — ArmesThier!grausame Qualen sind der Lohn, welcher deiner im Alterwartet. Undankbarer als gegen einen Belisar verfährtgegen manches Helöenroß der Mensch. Der Spornhat mit Narben die Seiten des Pferdes bedeckt, seineSchenkel sind angelaufen, die Fesseln steif von ange-strengter Arbeit; die Hufe durch die Nagel zerrissen,durch die Zügel, mit denen eine harte Hand es leitete,der Mund erschlafft. Zum elenden Gerippe hat dasAlter eS abgezehrt, das Feuer seiner Augen ist er-loschen; lebensmüde senkt es sein Haupt. Und dennochwird ihm keine Ruhe vergönnt, nicht die freundlichenWinke des Reiters leiten es mehr; eine rohe Handfesselt es an den schweren Karren und führt die Peitschemit grausamer Uebung. Kaum vermag eS noch imdüstern, von Spinngeweben ausgekleideten Stall, ausmoderiger Krippe, sein hartes Futter zu zermalmen.Nur ein schmachvoller Tod erlöst es von seinen Leiden.
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