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und den schwachen Nageln. Nein! ich thue dir Nicht-,bist doch so glatt und schmuck im stahlblauen Gewändeund dem weißen Schürzchen, ein wahres Hausvögelchen,von aller Hoffart frey; das braune Stirnband undBrusttuch find dein einziger Schmuck, und an deinemFederfächer die Reihe weißer Perlen. Nun ich will dichfuttern, im schönen Gitterkäfig dich bewahren, dichpflegen. — „Nein! ruft der Vater, laß sie fliegen,häuslich ist sie und zutraulich; aber ans freye Elementgewöhnt, und nur bey ihren Gespielen und bey ihrenKindern ist ihre Heimath. Mißbrauche Las Vertrauennicht, mit dem sie in dein Aimmer flog, zu dir sichrettete." Da öffne ich das Fenster und schließe sachtedie Hand auf. Die Schwalbe rührt sich nicht, nurihre Aeuglein spielen; setzt pfeifen die Jungen, sie hatihre Stimmen vernommen, ist aufgeflogen, zieht einenKreis in der Lust, hat eine Mücke weggeschnappt undfliegt zu Neste.
Der Herbst geht vorüber, die Schwalben schaarcn sichan Teichen und Seen zusammen und fliegen auf, einerandern Heimath zu, und mit ihnen zieht meine Schwalbeund ihre Jungen. Der Winter wird frostig, manchscheues Spätzchen naht, ihm werden Krumen vorSFenster gestreut; aber die Schwalbe lebt fern und freyunter Citronen und Orangen und schwärmt um dieKronen der Palmen. Und kommt der Frühling mit seinenlinden Lüften, so bringt er sie auch wieder heim; sie läßt