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Charakteristische Thierzeichnungen zur unterhaltenden Belehrung für Jung und Alt / Hrg. von Dr. Rudolph Meyer ; [Ill.:] Martin Disteli
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Pinguine, oder Fettgänse.

Dem Pinguin fehlen die Flügel sich frey in die Lüftezu schwingen und gegen Stürme zu kämpfen. DasWasser ist fein Element, in dem er sich tummelt. AmLande rüstet er sich zu Feldzügen. Auf kurzen Beinenruht sei» gewölbter, langer Leib; er läßt die Arme zuden Seiten gerade herunterhängen; trägt hoch das Haupt,die Brust heraus. Knapp liegt ihm sein Kleid an,und ist wohl gepolstert, daß jeder Schuß abprellt. Einblauer Rock schließt sich an weiße Weste und Beinkleider.Und von Kopf bis zu Füßen ist er immer glatt undglänzend, und kein Wasser netzt sein Kleid. Er schautstets wohlgefällig auf dasselbe hinab, und ob es vonkeinem Flecken beschmutzt sey; putzt und glättet es immer-fort. Einer ist gekleidet wie der andere, doch zeigenmehrere auf dem Kopf einen Federbusch. Die Haupt-masse aller ist ein gerader, langer Schnabel, der einescharfe Spitze trägt.

Immer sieht man viele dieser Pinguine beysammen;mit gleichmäßigem Schritte geht einer hinter dem andernaufrecht, wie wohl etwas watschelnd einher. So bildensie lange Auge, auf Wegen, welche sie durchs hoheGras sich gebahnt haben. Auch campieren sie am Ge-stade, zu vielen taufenden, in dichten Reihen geschart,