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Muhe, Lesen zu lernen, und er verlangte, seinLehrmeister sollte ihm bloß gute Grundsätze beibrin-gen. Als dieser »hm einst »nit einer niedrigen unounverschuldeten Züchtigung drohste, so schoß er ei-nen verwegenen Blick auf ihn, und sagte ganztrocken: „Wenn ich nicht lesen lernen will, »v e rwill mich zwingen?" Dein Schulmeister fielenseine Waffen aus den Händen, und er suchte sichunverzüglich von einem solchen Schüler zu befreien.
Thomas lernte also nicht lesen, aber erwußte sich andrer Einsichten zu Nutzen zu machen.Als er aus der Schule gejagt worden, so suchteer den väterlichen Verweisen zuvor zu kommen, undredete seinen Vater also an: „Ich werde dir nichtmehr gehorchen, »veil ich dich nicht mehr lieben wär-be; Du darfst mir nicht länger Brod schaffen, weilich eS entbehren kann. Du hast für meine Mutterund dich so nicht zu viel. Gieb mir den verspro-chenen Säbel, und laß mich fort, mir selbst den Un.terhalt zu verschaffen." Man gab ihm ein wenigGeld, nebst einem Stecken; er steckte ein Stück Brodin die Tasche, und so macht« er sich auf und davon.