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wir einige interessante Szenen auszuheben gedenken,seine Kräfte. Hatte er sein aufgegebenes Tagewerkvollbracht, so schnitzte er schon in früher Jugendallerlei hölzerne Geräkhe, um die letzten Stundendes Tages damit auszufüllen. Und ob er schon(wie die sämmtliche Jugend des Thals) zur Alp-und Viehwirthschaft, und Bearbeitung des väterli-chen Bodens bestimmt war, so merkte doch der Vaternicht alsbald, daß etwas Höheres in dem Knabenschlummern müsse, da er keine vorstehende Neigungzu dieser Beschäftigung blicken ließ.
Einst sah er — er mochte ohngefähr 10 Jahrealt seyn, — in eines Nachbars Hause einen her-umstreifenden Dorffiedler in Verfertigung einerGeige begriffen. Ihn, der am liebsten in Holzschnitzte, reitzte dies außerordentlich. Lang sah' erdem Manne zu, beobachtete alle seine Handgriffe,und verfiel am Ende auf den Gedanken, auch ein! solches Instrument zu verfertigen. Ein solchesUnternehmen legte ihn freilich oftmals ungeschlafen,und bei den unzähligen Hindernissen, die er zu be-: fertigen hatte, konnte jedoch nichts seinen Muthniederschlagen. Denn schon die Frage: woher diedazu erforderlichen Werkzeuge nehmen? war vonsehr großer Wichtigkeit, — ihm aber kein Kummer.Eine alte Schuhmacher -Knippe (Kneif) vvm Vater,