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dichte Virgils zur Zeit der Reformation, untermehrern Schweizer Gelehrten große Freunde undVerehrer fanden. Zwingli und Collin schätzeten den Virgil ungemein hoch; HeinrichBullinger liebte ihn so sehr, daß er ihn, wieoben bemerkt worden, von Wort zu Wort auswen-dig lernte. — Auch der große Leibn itz in derFolge konnte noch im Alter diesen Dichter hersagen»
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Niklaus de Werde»
Dieser berühmte Niederländer aus Mechclngebürtig , verlor schon im dritten Jahre seinesLebens seine beiden Augstt, und brachte es, ohner-achtel dieses großen Unglücks, in den Wissenschaf-ten so weit, daß er sogar zu Löwen Doctor derTheologie und Professor beider Rechte wurde, mitallgemeinem Beifall seine Vorlesungen über dieseWissenschaften hielt, ganze Stellen aus dem oon-pora jul-is anführte, und diese oft langen Stellenvon Wort zu Wort hersagte, die er doch nie ge-lesen hatte.