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Dora sagte, sie wollte gewiß keine Pläne machen, undvon da an sprach sie nie ein Wörtchen mehr vom Klavier-spielen, wie sehr sie auch danach lauschte, wenn es in ihrNähterstübchen herübertönte.
Am späteren Abend, nachdem Dora noch ihre Schul-aufgaben vollendet hatte, während die Tante in aller Stilleflickte, strickte, oder auch einnickte, stieg dann Dora nachihrem Dachkämmerchen hinauf, und bevor sie das kleineFenster schloß, guckte sie jedesmal noch hinaus, besonderswenn die Sterne droben so hell flimmerten und zu ihrniederschauten. Da waren denn immer fünf, gerade überihrem Kopfe, die standen immer ganz gleich zusammen, undDora kannte sie nach und nach so gut, daß es ihr vorkam,als seien es ihre eigenen Sterne, die jede Nacht expreß zuihr kämen wie Freunde, die ihr tröstlich zuwinken wolltenund ihr zeigen, daß sie nicht allein sei, und auf einmaldachte Dora, die Sterne kommen gewiß vor ihr Fensterchenvom Vater und von der Mutter geschickt und bringen ihrihre Grüße. Das war ihr nun für jeden Abend ein lieberTrost, wenn sie so allein in ihr dunkles Dachkämmercheneintrat, das von dem Wachskerzchen in ihrer Hand nur sehrspärlich erleuchtet wurde. Sie schickte auch jeden Abend amFenster ihr Nachtgebet in den Himmel hinauf, und dann kamwieder das volle Vertrauen in ihr Herz, daß der liebe Gott