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Blumen auf fremdem Boden : für die heimatliche Jugend gesammelt / von einem Luzerner
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148
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begierde besiegte alle Schwierigkeiten, welchegroße Armuth ihm in den Weg legte.

Mit vor Kalte aufgeschwollenen Handenund Füßen eilte er durch Eis und Schnee nachden Hörfälen des Kollegiums, und wußte da-selbst durch unermüdliches Arbeiten, durch Sitt-samkeit und bescheidenes Zuvorkommen sogardie Freundschaft seiner Mitschüler zu gewinnen,die ihn anfänglich seiner Dürftigkeit wegen ver-achteten. Bey den Professoren galt er als Phi-losoph, in der Stadt war man über seine Fort-schritte in der Mathematik erstaunt.

Vater Roup, welcher nun von den seltenenGeistesgaben seines Sohnes überzeugt wurde,verlangte, daß er ein Priester werden solle.Um ihn an diesen Stand zu gewöhnen > sendeteer ihn zu einem Dorfpfarrer- der sein Oheimwar; dieser erklärte ihm die heilige Schrift.Augustin aber, welcher wohl wußte, daß dashohe Amt eines Seelenhirten nebst Kenntnissenund Lebensweisheit, noch andere Eigenschaftensehr wichtiger Natur als unerläßlich erheische.