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Zürich und das Schweizerische Landes-Museum : den hohen Eidgenössischen Räthen gewidmet im Dezember 1890
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Was kann Zürich dem Landesmuseum bieten?

Vergangenheit in ihm wach gerufen, durch einen Gang in freierNatur sich klären lassen, so winkt ihm, wie ehedem, die herrlichePlatzpromenade mit ihren schattigen Gängen und den daranvorbeirauschenden Wassern.

Wir wollen nicht auf eine Beschreibung des Platzes und desMuseumsbaues, denen wir unten noch eine besondere Besprechungwidmen werden, eintreten; nur nebenbei sei erwähnt, dass die demLandesmuseum zur Verfügung gestellte Bodenfläche vorläufig ca.15,000w 2 beträgt. Es ist also für die Ausdehnungsfähigkeit desMuseums reichlich gesorgt. Eine Werthung des Platzes könnenwir füglich unterlassen, da derselbe von der Landesausstellung herJedermann in vortheilhaftester Weise bekannt ist. Was den Bauselbst anbetrifft, so geben die auf den 15. September dieses Jahresnach Bern gesandten offiziellen Eingaben des Kantons und der StadtZürich in den Plänen und Kostenvoranschlägen jede wünschenswertheAuskunft. Die Ausstellungsräume würden sich über mindestens6000 w 2 Fläche erstrecken: Es wäre also auch in dieser Beziehungden Anforderungen des Bundes mehr als Genüge geleistet.

Das Museum sollte aber nicht in einem einzigen, in sich ab-geschlossenen Gebäude untergebracht werden, sondern es wärewohl eine malerische Gruppirung von zusammenhängenden Anlagenzweckentsprechender. Gerade darin läge die Gewähr, dass essich später nach jeder Richtung organisch ausbauen und weiterentwickeln liesse. Die geräumigen Höfe würden zur Aufnahmegrösserer Objekte in entsprechender Umgebung benutzt und inder Platzpromenade könnten im Schatten der alten Baum-AlleenKapellen, Alpenhäuschen u. s. w. ihre Stelle finden.

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