17
b. Das Rechnen nach Pfund, Schilling und Heller. 1 Pfund = 20 Schilling,
1 Schilling =12 Heller. Das ist also ein achtbätziges Pfund; der Zürchergulden hat
2 solcher Pfunde, und alle obigen Erörterungen gelten auch für diese Zählweise.Haller schreibt 1780 im 1. Bande, Seite 188: „Pfund Heller zu 8 Batzen oder 2Ö Schil-lingen, nach diesen werden die obrigkeitlichen Rechnungen geführt.“ Also vor 1800die Rechnungen aller Zürcher Behörden in Pfund Haller. Monatliche Nachrichten1817. Wintermonath. Frey willige Wittwen- und Waisenkasse. Cassabestand 11 605 Pfund.Cantonalarmenpflege des Standes Zürich , Unterstützungen 1816 98 526 Pfund. Sep-tember 1820. Rechnung der Prediger-Witwen-Casse, Bestand 1820 15 162 Pfund 7 ß.1823 Cantonsarmenpflege Unterstützungen 39472 Pfund 5 ß. 1827 Zürich , Juni.Zürcherische Prediger Wittwen- und Waisenkasse. Der Fond ist auf 20670 Pfundgestiegen. 1844. Gemälde der Schweiz , Gerold Meyer 1. Teil, Seite 369. „Halbe„Gulden, früher Pfund genannt, eine Name, der im gemeinen Leben längst aufgehört„hat, bis vor kurzer Zeit in den öffentlichen Rechnungen gebräuchlich war. Man„heißt sie auch zwanzig Schillinge oder 8 Bätzler, weil die neuesten Stücke mit„8 Batzen bezeichnet sind.“
c. Rechnung nach Schweizerfranken zu 10 Batzen zu 10 Rappen. In diesenführte die Staatskasse die Bücher seit Anfang des 19. Jahrhunderts. Da das Rappen-stück unterdessen die kleinste Münze geworden war, so sind bei dieser Zählweise nachobiger Zusammenstellung vorhanden Stücke zu 1, 2, 4, 5 und 10 Rappen, Stücke zu1, 2, 4, 8 und 10 Batzen. Der Staatskassier zählte am elegantesten. Gemälde derSchweiz Zürich , 2. Teil 1846. Es sind darin verschiedene statistische Tabellen, undin diesen lauten die Geldbeträge auf Franken und Rappen. Hier bekommen die Stückezu V 2 , 1 und 10 Batzen eine viel bessere Stellung als in der Schillingrechnung. Undda die Rechnung nach Schweizerfranken, Batzen und Rappen mit jedem Jahrzehnt inunserm Yaterlande verbreiteter wurde, so können wir begreifen, daß Zürich , trotzdemes von diesen Sorten sehr wenig geprägt hatte, dennoch auf seinem Gebiete sehr großeBeträge von denselben sammelte, V 2 Btzst. 966318 Stücke, 1 Btzst. 1929 711 Stückeund 10 Btzst. 853060 Stücke. In vielen Flugschriften haben wir gelesen, daß im19. Jahrhundert in der Schweiz das 5 Btzst. das gangbarste und am häufigstengebrauchte Kleingeld war; 1851 waren es in der ganzen Schweiz 4 877 989 Stücke.Zürich hat dieses Geldstück nie geprägt. Wenn man stets fortlaufend bis auf 40 Schil-ling zählt, dann ist ein Stück von 12'/2 Schilling (= 5 Btz.) ein widriges und störendesDing. Aber doch zeigten sich im Mai 1852 im Kanton 664046 Stücke, Das magals Beweis dafür gelten, daß die Schweizerfrankenrechnung neben der Gulden- undSchillingrechnung sehr häufig angewendet wurde.
d. Rechnung nach Gulden zu 60 Kreuzern zu 8 Hellern. Mit den Kreuzernder Zürcherwährung ist es ähnlich wie mit den Kreuzern der Baslerwährung. GeroldMeyer sagt auf Seite 368. „ Kreuzer, die ersten von 1427, die letzten wahrscheinlich
3