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Katalog der Basler Münzen und Medaillen der im historischen Museum zu Basel deponierten Ewig'schen Sammlung / Alfred Geigy
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Die bibliographischen Notizen und die Bemerkungenbeanspruchen keinerlei Vollständigkeit. Sie wurden nachMöglichkeit kurz und summarisch gegeben, um den ohne-dies schon umfangreichen Katalog nicht noch zu vergrössern.Deshalb wurde hier auf die Beigabe einer eigentlichenSpecial-Bibliographie, sowie eines Verzeichnisses der Gra-veurs und Medailleurs der beschriebenen Stücke verzichtet.Letztere hätte, ohne weitergehende archivalische Studien,ohnedies nur die auf Münzen und Medaillen ganz odertheilweise kenntlich gemachten Verfasser berücksichtigenkönnen. Ohne solche Forschungen ist auch die Dar-stellung einer Geschichte aller in Basel geschlagenen Münzenund des gesammten Basler Münzwesens nicht zu versuchen.(Anfänge dazu hat in unserer Zeit besonders der im Februar1899 verstorbene, in mancher Hinsicht verdienstvolle AlbertSattler in Basel in verschiedenen kleinen Aufsätzen ver-öffentlicht). Sie hätte die verschiedenen Perioden der Münz-prägung in Basel zu behandeln, welche aber nur zum Theilhier in Betracht zu ziehen sind, denn weder Münzen derMerowinger noch der deutschen Könige (der älteren Zeiten,da sie bei Anwesenheit auf ihrer Pfalz Basel Münzen schlugen)scheinen in der Sammlung Ewig vertreten zu sein. Dieältesten darin vorhandenen Münzen sind aus Silber undgehören zu den kleineren Silbermünzen (unter der Rubrike«III. kleinere Stücke» zu finden). Sie entstammen wahr-scheinlich den zwei letzten Königen aus dem arelatisch-burgundischen Hause (Konrad IT. 937993 und Rudolf III.9941032) und sind unter den Ns. 428430 durch zweiDenare und einen Halbbrakteaten vertreten. Die zweitefür uns wichtige Epoche ist diejenige der Münzprägungdurch die Basler Bischöfe. Sie liessen hier meist kleineeinseitige Münzen aus Silberblech machen, sog. Brakteaten,die unter den Ns. 435459 verzeichnet sind und meist denKopf des Bischofs zeigten (Mönchskappen?). Bezüglich der