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Katalog der Basler Münzen und Medaillen der im historischen Museum zu Basel deponierten Ewig'schen Sammlung / Alfred Geigy
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gekommen, welche einer andern folgt, in der in Basel vondeutschen Königen Goldmünzen geprägt wurden. Es ge-schah dieses letztere, wie Albrecht und nach ihm Sattlernachweisen, während kurzer Zeit direkt in einer neu er-richteten königlichen Münzstätte (wahrscheinlich von 1429bis 1431) und sodann während ungefähr 78 Jahren (von14311509) durch Münzpächter aus der Familie Weinsberg ,welche den Königen für die Konzession Geld vorstreckten(Ns. 30 58 ohne Jahr und Ns. 114 mit Jahr). Diestädtische Münzstätte begann ihre Goldprägungen wahr-scheinlich mit den unter Ns. 28 und 29 verzeichneten Gold-gulden, die vielleicht mehr als Probestücke, denn als eigent-liches Geld anzusehen sind (sog. Zwittermünzen?). Sodannverfertigte man in den Jahren 1512 und 1513 die beidenGoldgulden (Ns. 15 und 16) mit dem Namen des PapstesJulius II. , der den Baslern das «Recht» Goldmünzen zuprägen, gewährt hatte (ein Recht, das der Papst an Basel gar nicht verleihen konnte). Auch diese beiden Goldstückewären wie die vorigen, eher zu dem, was man heute Me-daillen nennt, zu rechnen, besonders dasjenige von 1512,von dem wohl kaum ein zweites Exemplar vorhanden istund das auch Sattler unbekannt war.

Wir zählen nun noch Goldstücke der städtischenMünze unter den Ns. 59120. Davon wurden die übrigenundatierten Münzen meist im Laufe des 17. und des 18.Jahrhunderts geprägt. Die mit Datum versehenen tragendie Jahre 1621 (Ns. 25 und 26) und 1623 (N. 27), 1653(Ns. 8183), 1743 (Ns. 104 und 105) 1795 (Ns. 106111).Die letzte datierte goldene Basler Münze ist die Duplonevon 1796 (N. 112). Dasselbe Datum trägt der letzte BaslerThaler (N. 212) und die letzten grösseren Silberstücke, halbeThaler, tragen die Jahrzahl 1797 (Ns. 298 und 299). DiePrägung der ganzen und halben Thaler begann mit demJahr 1542. Die Sammlung Ewig besitzt einen solchen