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Geschichte der Zürcherischen Seidenindustrie vom Schlusse des 13. Jahrhunderts an bis in die neuere Zeit / Im Auftrage der Tit. Aufsichtskommission der Seidenwebschule bearbeitet von Adolf Bürkli-Meyer
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Der zweite Abschnitt befasst sich mit der Seidenfabrikmit Inbegriff der Floretindustrie. Aus den Lohnbestimmungenüber das Kambien und Spinnen ergeben sich uns die Be-zugsorte und die verschiedenen Arten der Seidenabfälle.

Fiir i ß Stamm aus guten Seidenabfällen (Strusi oderFrisons) aus der Brianza, von Verona, Padua und Bologna werden an Kämblerlohn bezahlt 14 ß.

Für 1 ß, Stamm aus allen Gattungen schlechter Strusi16 ß.

Neben den Strusi (der äussern unsaubern Hülle derGaletten oder Cocons ) gelangen fernerhin zur Verwendung:

Strus-Schappen (durch Fäulen entbastete Strusi).

Galetten (Samen-Cocons Galetta reale) besteraller Seidenabfälle.

Galetten-Schappen (gefäulte Cocons geringer Sorte).

Crescentin (ungefäulte, mit Bengeln weich geschlageneund dann gekämbelte Strusi).

Auch der Abfall, welcher sich beim Winden und Zwirnender Seide ergab, die sogenannte Strazza, fand für die Floret-fabrik Verwendung. Da dieselbe ihrer Natur nach amwenigsten Arbeit verursachte, betrug der Kämblerlohn perPfund daraus gewonnenen Stamms blosse 10 bis 12 ß.

Zum Spinnen gelangten neben dem in Zürich gekämbeltenStamm auch sehr viele bereits in Italien gekämbelte Seiden-abfälle. Ein Pfund Garn, wofür durchschnittlich 1 l /t j), Roh-stoff erforderlich waren, trug als Spinnerlohn je nach Um-ständen 20 bis 24 ß ein.