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Geschichte der Zürcherischen Seidenindustrie vom Schlusse des 13. Jahrhunderts an bis in die neuere Zeit / Im Auftrage der Tit. Aufsichtskommission der Seidenwebschule bearbeitet von Adolf Bürkli-Meyer
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Von der Mitte des XVIII. Jahrhunderts an sind voll-ständige Mustersammlungen der Produkte von zwei der erstendamaligen Fabrikanten, d. i. von Martin Usteri & Söhne imNeuenhof und von Salomon Escher im Wollenhof der zürcherischen Seidenwebschule überliefert. Schon im Jahr 1760,in welchem sie dem Stadtseckel 3490 Gulden Pfundzoll ab-lieferte, und von da an bis zum Einbruch der französischen Revolution stand die erstgenannte Firma an der Spitze derZürcher -Seidenfabriken. Die zweite Firma blieb, mit einigenandern, wenig hinter ihr zurück. Die erwähnten Musterbeurkunden einen grossen, seit der Fabrikordnung von 1717gemachten Fortschritt. Die fagonnirten Taschentücher ausden Siebenzigerjahren des XVIII. Jahrhunderts setzen unsdurch den Farbenreichtum und die Schönheit der Dessinsgeradezu in Erstaunen, wenn wir bedenken, wie mühsamund umständlich die Fabrikation der gemusterten Stoffe vorJacquards Erfindung von statten ging. An dem alten Zug-stuhl (Zampelstuhl) erfolgte das Aufziehen der Kettenfädenvermittelst Zugschnüren von Hand durch einen Gehülfen desWebers; die Arbeit konnte somit nicht anders als einesehr langwierige sein. Die grossem Fabrikanten hatten alsDependancen ihrer Wohnungen in der Stadt im Anschlussan ihre Komptoirs eigene Gebäude mit Weberstuben, indenen eine Anzahl Zugstühle in Tätigkeit waren. Die Ar-beiter standen im Wochenlohne und mussten gut bezahltwerden. Wie früher bemerkt, durften Weberstuben fürfagonnirte Artikel ausnahmsweise auch auf dem Lande errichtet