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Basel und das Schweizerische Nationalmuseum : der h. Bundesversammlung gewidmet / Der Präsident des Regierungsrats: Dr. E. Brenner
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Altertumssammlung versetzt Basel in die Lage, bei der Bewerbung um das National-museum sieb als hiezu bestbereclitigt darzustellen. Es ist seit mehr als drei Jahr-zehnten auf diesem Gebiete tätig und hat dadurch, dass es aus eigener Kraft dieseSammlung vaterländischer Altertümer geschaffen hat, seit längerer Zeit und instärkerem Masse als irgend eine andere Schweizerstadt der Ausführung des Pro-jektes eines Nationalmuseums vorgearbeitet. Die mittelalterliche Sammlung vonBasel ist nach Anlage und Bedeutung völlig dazu geeignet, einem schweizerischenNationalmuseum als Anknüpfung oder Grundlage zu dienen.

Die mittelalterliche Sammlung ist aus kleinen Anfängen zu ihrer heutigenStellung emporgewachsen. Sie hat sich von Jahr zu Jahr in steigendem Masse dietätige Teilnahme weiterer Kreise gewonnen. Wir erlauben uns hiefiir auf Beilage Izu verweisen; dieselbe veranschaulicht deutlich diese Entwicklung und zeigt, wieneben dem Staate Korporationen und Private sich immer mehr der Unterstützungund Förderung des Instituts zugewendet haben. Sie mögen in dieser Tatsache diebeste Garantie dafür erkennen, dass ein Nationalmuseum in unserer Stadt eine guteStätte, Verständnis, Anregung und mächtige Förderung linden würde.

Wir erlauben uns ferners daran zu erinnern, dass unsere mittelalterlicheSammlung niemals ausschliesslich lokalen Interessen gedient hat. Ihrer Gründunglag vielmehr die umfassendste Absicht zu Grunde, die Absicht nämlich, eineSammlung von Erzeugnissen des deutschen Mittelalters überhaupt anzulegen. Späterist die zeitliche Grenze der Sammlung weiter ausgedehnt, das Gebiet des Sammelnsaber enger umschrieben worden, aber nur so weit, dass die Tätigkeit nun um sointensiver sich den Altertümern der gesamten Schweiz zuwenden konnte. In dieserWeise ist die Sammlung mehr als eine blos baslerische oder oberrheinische, eineallgemein schweizerische geworden. Ein gedruckter Katalog, welcher dieses Ver-hältnis leicht klar machen würde, fehlt noch; dagegen verweisen wir auf Beilage II,welche eine summarische Zusammenstellung einiger hauptsächlichen Stücke derSammlung schweizerischen, aber nicht baslerischen Ursprungs enthält. Vollständigist dieses Verzeichniss natürlich durchaus nicht; ausser den in ihm aufgeführtenenthält die Sammlung noch zahlreiche schweizerische Gegenstände, deren einzelneAufzählung an diesem Orte indes ohne weitern Nutzen wäre.

Als weitere wesentliche Unterstützung unseres Begehrens ist die Tatsachegeltend zu machen, dass Basel in der Lage ist, zu Zwecken der Unterbringung des