Die neolithische oder jüngere Steinzeit.
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eingeknickt. In der Gegend des Halses fand man fünf doppelt-durch-bohrte Mittelmeermuscheln; vor dem Kopfe lagen vier Stücke rotenund gelben Ockers und zwei Fragmente von Menschenschädeln,"'eiche Spuren von Bearbeitung zeigten. Zerstreuf im Grabe wurdenkleine Perlen aus Korallen oder Bernstein gefunden?^.
Diese Funde gaben Veranlassung, dass auch im benachbartenGrundstück Nachgrabungen veranstaltet wurden, die noch einigeGräber ans Tageslicht brachten. Eines derselben enthielt drei durch-bohrte Schnecken und einen Steinhammer. Eine letzte Kiste mass70 cm in der Länge und ihre Breite betrug 34 cm. Sie umschlossdas Skelet eines kleinen Kindes. Die östliche Hälfte der Kiste ent-hielt nur einen Teil eines Schädels, der tassenartig da lag und dreiflache, runde Sternchen barg. In der Mitte des Grabes befand siche *n Häufchen Knochen, im Westen aber sammelte man eine MengeKohlen und Knochen, von welch letzteren einige verbrannt waren.Dies erinnert an die Spuren von angebrannten Knochen in der Höhlebei Herblingen. Auch hier, wie in den Pfahlbauten von Lüscherz Und Inkwil , ist die Benutzung eines Schädeldaches des Menschenals Gefäss auf Anthropophagie gedeutet worden. Diese ist aberauch hier nicht bewiesen, wenn freilich zugegeben werden muss,dass die schreckliche Sitte möglicherweise in der Steinzeit hier, wieanderwärts ihre Opfer forderte. Denken wir uns aber, es hätte derbrauch bestanden, die Leichen erst längere Zeit nach dem Todezu beerdigen oder ihnen eine provisorische Bestattung zuteil werdenZu lassen, um erst, nachdem die Weichteile verschwunden, den Restdefinitiv in Kisten niederzulegen, so könnten die angebrannten Knochenunabsichtlich dem Feuer ausgesetzt worden sein, das zum Beerdigungs-Geremoniel gehörte und die bearbeiteten Schädelstücke könnten vonKindern und Sklaven herrühren, ohne dass gerade Anthropophagieangenommen werden müsste. Auch die gestörte Ordnung in mehrerendieser Gräber scheint auf eine Zeit der Bestattung hinzuweisen, wodie weicheren Teile der Körper verschwunden waren. Bei einigenbilden Völkern hat man die Sitte des Wiederöffnens der Gräbernachgewiesen, welcher Brauch auch in der Steinzeit geübt wordens ein könnte. Weitere Funde werden uns über die Verbreitung der■Anthropophagie in der neolithischen Epoche aufklären.
Es scheint dem beschriebenen Friedhofe der Steinzeit bei 1 ulhauch ein Grab anzugehören, das fünf Skelete enthielt. Die Kiste^ar 1,20 m lang, 45 cm tief und 48 cm breit. Die Steinplattenbatten eine Dicke von 4—6 cm, waren also sehr dünn und stammtenihrem Material nach aus der Nähe. Die Richtung des Grabes warOst-West. Im Westen lagen zwei grosse Köpfe, im Osten ein kleiner